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| - Medien werden unter Linux "gemountet" (deutsch: "eingehängt"). Das Betriebssystem kann davon ausgehen, dass eingehängte Medien für Dateisystemzugriffe verfügbar sind. Schreibanforderungen werden aus Leistungsgründen im Arbeitsspeicher des Computers gepuffert und erst mit Verzögerung geschrieben. Wird das Medium nun plötzlich ohne Aushängen entfernt, kann es sein, dass der Puffer noch nicht auf das Medium geschrieben wurde, womit kürzliche Änderungen verloren wären. Dieser Prozess des "Cachings" erhöht die Arbeitsgeschwindigkeit von Computern enorm, so dass er unter allen modernen Betriebssystemen sowohl beim Schreiben wie auch beim Lesen genutzt wird. Um Datenverluste beim Entfernen eines Mediums zu vermeiden, müssen zuerst 1) alle zugreifenden Programme beendet werden 2) die Caches im Betriebsystem geleert werden. Windows beschwert sich nicht, wenn ein Medium ohne Auswerfen entfernt wird, die dabei möglichen Datenverluste werden von Fa. Microsoft in Kauf genommen und als "Benutzerfreundlichkeit" beworben. Linux beschwert sich (Fehlermeldungen, z.B. in dmesg ) und versucht eine Zeit lang, wieder auf das Medium zuzugreifen, damit alle Operationen (Lesen/Schreiben) ohne Datenverlust abgewickelt werden können. Bei Datenträgern, die beim Hochfahren des Systems eingehängt werden, wird es zudem beim nächsten Booten eine Dateisystemprüfung durchführen. Den Unterschied zwischen den beiden Betriebssystemen merkt man besonders schön bei NTFS-formatierten Wechselplatten: Wurde die Platte unter Windows "unsauber" entfernt, wird Linux sich weigern, diese zu mounten, da das Dateisystem in einem inkonsistenten Zustand sein könnte und Schreibzugriffe die Situation noch verschlimmern könnten. Windows kümmert es nicht, wie die Platte den Rechner verlässt, aber aufgrund dessen kann das Dateisystem langfristig degenerieren und schließlich nicht mehr lesbar sein, was unter Umständen einen katastrophalen Datenverlust bedeutet. Kategorie:Beantwortete Fragen Kategorie:Software Kategorie:Linux
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