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| - Trotz der Tatsache, dass es vielleicht kein Abschied für immer ist, fühlt es sich wie einer an. Es fing schon an, als wir Vol’jins Stolz erreichten. Der Schmerz und die Trauer waren sofort wieder präsent. Doch ich kämpfte dagegen an, wollte die wenige Zeit, die wir noch gemeinsam hatten, genießen. Es war schwer und immer wieder drückte mich das Gewicht des Abschieds nieder, ließ in mir die Tränen aufsteigen. Dennoch versuchte ich mein Bestes. Je näher der Zeitpunkt des Abschieds rückte, umso schwerer fiel es mir, nicht in Tränen auszubrechen. Mina versuchte alles, um die Situation zu erleichtern, das rechne ich ihr hoch an, obwohl es ihr und Ion wohl ähnlich schlecht gehen musste. Gesagt haben sie nichts. Ions Verhalten hat mich allerdings irritiert. Anfangs war auch er bedrückt, doch nach
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| - Trotz der Tatsache, dass es vielleicht kein Abschied für immer ist, fühlt es sich wie einer an. Es fing schon an, als wir Vol’jins Stolz erreichten. Der Schmerz und die Trauer waren sofort wieder präsent. Doch ich kämpfte dagegen an, wollte die wenige Zeit, die wir noch gemeinsam hatten, genießen. Es war schwer und immer wieder drückte mich das Gewicht des Abschieds nieder, ließ in mir die Tränen aufsteigen. Dennoch versuchte ich mein Bestes. Je näher der Zeitpunkt des Abschieds rückte, umso schwerer fiel es mir, nicht in Tränen auszubrechen. Mina versuchte alles, um die Situation zu erleichtern, das rechne ich ihr hoch an, obwohl es ihr und Ion wohl ähnlich schlecht gehen musste. Gesagt haben sie nichts. Ions Verhalten hat mich allerdings irritiert. Anfangs war auch er bedrückt, doch nach den Einkäufen war er gut gelaunt. Er hat sogar einmal irgendwie böse geschmunzelt. Zumindest war das mein Eindruck. Toralar kann nicht dahinter stecken, denn Ions Augen waren normal, auch hatte er nicht diese Ausstrahlung, wenn Toralar an der Oberfläche ist. Irgendetwas war dennoch da, und ich glaube, Mina war dersel-ben Meinung. Aber Spekulationen werden mir nicht helfen. Doch später beim Essen sah ich dann, dass seine gute Laune nur vorgetäuscht war, dass ihn die Situation genau mitnimmt. Er versucht stark zu sein, für sich und für uns. Er versuchte auch, mir Mut zu machen, dass es ja nur für eine Weile sei und nicht für immer.Das Schlimmste wird dennoch die Einsamkeit sein, so wie jetzt in diesem Moment, während ich diese Worte hier schreibe. Nicht mehr neben Ion einzuschlafen und nicht mehr neben ihm auf-zuwachen, die Sehnsucht nach ihm, ihn nicht mehr zu sehen. Sie werden keine Zeit haben, mich zu besuchen. Ich hoffe nur, dass sie mich nicht vergessen, dass Ion mich nicht vergisst. Oder schlimmer noch… mich am Ende gar nicht mehr liebt.Ich mache mir gerade deshalb auch Sorgen. Was wird diese räumliche Trennung mit ihm anstellen? Was mit Toralar? Was mit Mina? Ich erinnere mich an das Gespräch, das ich mit ihr führte über das Thema Trennungen. Auch deshalb bin ich entschlossen, alles zu tun, was nötig ist, um zurückzukehren.Doch werde ich das dann wirklich dürfen? Diese Ungewissheit schmerzt. Zudem macht es mir Angst. Ich habe beiden gesagt, was mir gesagt wurde, nämlich dass sie zum einen keine Zeit haben werden, mich zu besuchen, und dass es zum anderen nicht sicher ist, ob ich bei erfolgreichem Abschluss der Arbeit mit Celaidien zurückkehren darf. Sowohl Mina als auch Ion versuchten, mich dahingehend zu beruhigen, indem sie mir versicherten, sie würden mich besuchen, gerade weil Sharun ja nun wieder fliegen kann. Mina sprach sogar davon, sich über eventuelle Verbote hinwegzusetzen und abzuhauen. Doch das will ich nicht. Beide sind allerdings zuversichtlich, dass wir uns wiedersehen werden und dass ich eines Tages zurückkehren darf. Warum kann ich es nicht sein? Warum habe ich das Gefühl, dass alles nur noch schlimmer kommen wird? Ist es meine Angst, eines Tages wirklich wieder alleine zu sein? Ist es die Angst, dass ich mich umsonst anstrengen werde und umsonst an mir arbeiten werde und ich bis zum Ende bei den Streitkräften der Horde verbleiben muss? Dass es doch ein längerer Abschied wird als nur einer für einige Wochen? Ich werde mit Celaidien darüber reden, wenn sie morgen kommt.Und doch drängen sich immer wieder Tenebras Worte in den Vordergrund. Sie will die Hoffnung nicht aufgeben. Das sollte ich auch nicht. Ihr und Celaidien habe ich es zu verdanken, dass es vielleicht nur eine zeitlich begrenzte Trennung ist. Das bedeutet mir sehr viel. Ich werde diese Chance nutzen, und was immer Celaidien mir abverlangt, während sie mit mir arbeitet in dieser Zeit, ich werde es auf mich nehmen. Tenebra hat Recht, es ist ein Privileg. Ebenso hat sie Recht, dass alles gut werden wird. Daran muss ich glauben. Was immer auch meine Zeit hier in Vol’jins Stolz für mich bringen mag, ich werde tapfer sein und sehen, was ich hier an Wissen mitnehmen kann, indem ich versuche, mich mit den Leuten hier auszutauschen und ihnen meine Arbeitskraft anbiete. Kategorie:Geschichten
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