| rdfs:comment
| - Es war ein verregneter Tag und der Wind schien unaufhörlich zu peitschen. Er zog sich durch den in Dunkelheit getauchten Wald, der von niemanden bewohnt zu sein schien. Die Totenstille, die sich unnatürlich im Wald breit gemacht hatte, wurde von dem Knacksen einiger dünner Ästen unterbrochen. In der Ferne hörte man das einsame Krächzen einer Krähe, die das Unglück, das bevorstand, herbeisehnte. Der Regen wurde zunehmend stärker und der Nebel, der zuvor noch nicht existiert hatte, dichter. "Vergiss mich nicht!" Weiß du wer der Mörder ist? Dann....
|
| abstract
| - Es war ein verregneter Tag und der Wind schien unaufhörlich zu peitschen. Er zog sich durch den in Dunkelheit getauchten Wald, der von niemanden bewohnt zu sein schien. Die Totenstille, die sich unnatürlich im Wald breit gemacht hatte, wurde von dem Knacksen einiger dünner Ästen unterbrochen. In der Ferne hörte man das einsame Krächzen einer Krähe, die das Unglück, das bevorstand, herbeisehnte. Der Regen wurde zunehmend stärker und der Nebel, der zuvor noch nicht existiert hatte, dichter. Einzig ein Junge, der sich hierher verirrt hatte, ging mit pochendem Herzens einen Waldpfad, der noch deutlich zu erkennen war, entlang. Er ging immer tiefer in den Wald, doch der über ihn einbrechende Regen und der dichte Nebel erschwerten ihm seinen Weg. Sein Pulsschlag dröhnte in seinen Ohren. Er konnte nicht erkennen was vor ihm lag, doch seine Schritte wurde nicht langsamer - sie wurden schneller. Als wüsste er was er suchte. Doch er selbst wusste nicht, was er vorfinden würde oder was er im stockfinsteren Wald machte - es zog ihn einfach in den Wald. Unter seinen Füßen brachen abermals die Äste unter seinem Gewicht durch und er fing an zu zittern, als seine nassen Klamotten, die durch den Regen schnell durchgeweicht waren, in kalte Nachtluft eingehüllt wurden. Er tastete sich mit jedem Schritt, den er ging durch den Wald. Immer weiter dem Pfad entlang. Ohne zu ahnen, was ihn erwartete. Der Junge sollte sich zu dieser Stunde schon längst nicht mehr draußen aufhalten - geschweige denn im Wald. Was ihn immer weiter trieb, wusste keiner. Es könnte eine Mutprobe gewesen sein, doch seine Freunde waren nicht bei ihm. Es könnte einen Spaziergang gewesen sein, doch in seinem Wohnort gab es einen Park, der näher war als dieser Wald. Dieser Wald galt außerdem unter den Kindern dieses Wohnortes als verflucht. Die Erwachsenen glaubten nicht daran, aber die Kinder fühlten, dass der Wald nicht normal war. Dass er von etwas heimgesucht wurde, von dem keiner ahnte was es war. War es eine dunkle böse Macht, die den Jungen in den Wald zog? Man kann sich diese Frage nur selbst beantworten. Die Kinder erzählten sich immer, dass wenn sie in den Wald gegangen sind, dann hörten sie ein Schluchzen, das von einem Mädchen zu kommen schien. Es würde immer deutlicher werden, je näher man dem Fluss, der sich durch den Wald schlängelte, kam. Doch niemand traute sich nahe an den Fluss, sie hatten zu große Angst. Die Eltern dieser Kinder bekamen nichts davon mit - es schien nur für Kinder empfänglich und zog sie förmlich an. Genauso wie es den Jungen anzog. An diesem Fluss soll sich auch ein Mädchen das Leben genommen haben. Sie soll grauenvoll ausgesehen haben, als sie aus dem Fluss geholt worden sei. Ihre Schädeldecke war zum Teil gebrochen und von einen scharfen Stein durchbohrt. Ihre lockigen dunkel braunen Haare waren in ihrem Blut getränkt und ihre rotbraunen Augen hatten einen traurigen Ausdruck. Ihr Körper war übersäht mit Kratzern und oberflächlichen Wunden, dass sie wie ein Folteropfer ausgesehen haben müsste. Ihre Lippen waren leicht geöffnet, als wollte sie etwas sagen, doch es kam nichts aus ihrem leblosen Körper. Der Junge war früher mit ihr befreundet gewesen, doch er erinnerte sich nicht mehr an sie. Das taten sie alle nicht. Sie vergaßen sie einfach. Als hätte sie nie existiert. Er ging immer weiter und kam dem Fluss näher. Der Fluss, in dem das Mädchen, in das er damals verliebt gewesen war, starb und sie einfach vergaß. Er kam nicht mal zu ihrer Beerdigung - niemand kam. Für alle war sie eine Fremde. Nur dieser Junge konnte die liebliche Stimme hören, als er dem Fluss, den alle mieden, vor sich sah. "Vergiss mich nicht!" In den Nachrichten wurde von einem Jungen berichtet, dessen Leiche in der Nähe des Flusses aufgefunden wurde. Er hatte überall große Schrammen und tiefe Einschnitte an seinem ganzem Körper. Seine Augen waren eingestochen, seine Ohren entfernt und seine Zunge raus geschnitten. Seine Lippen waren geöffnet, als wollten sie etwas sagen, doch er blieb stumm. Der Mörder wurde bis heute nicht gefunden. Man konnte sich den Mord nicht erklären, doch die Kinder murmelten seit jeher, wenn sie von dem Wald hörten ein: "Verflucht". Weiß du wer der Mörder ist? Dann.... ...Vergiss es nicht! Kategorie:Mittellang Kategorie:Artikel ohne Bilder Kategorie:Mord Kategorie:Schockierendes Ende Kategorie:Geister Kategorie:Theorie
|