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  • Sielassiel Dämmerzorn - Gedanken und Gefühle - Teil 4
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  • Sie war auf dem Weg aus Wor‘gol heraus gewesen, um einfach in Ruhe nachdenken zu können, doch sie war dem Sonnenpriester und Nihaschir über den Weg gelaufen. Ausgerechnet den beiden. Sicher, beide bedeuteten ihr viel, eine Person davon sogar mehr als sie sollte, aber gegen Gefühle konnte man nichts tun. Als sie es bemerkt hatte, hatte sie versucht, dagegen anzukämpfen und es sogar zu verdrängen, doch es blieb zu ihrem Leidweisen nicht unbemerkt. Natürlich kam es zur Sprache und ausgerechnet der Person gegenüber, der Sielassiel es eigentlich verheimlichen wollte. Sie hatte keine andere Wahl gehabt, als es dann bei Gelegenheit zu zugeben. Doch es war offensichtlich gewesen, dass ihre Gefühle nicht erwidert wurden, vielmehr sie hatte es gewusst. Doch sie traute sich nicht, noch einen Schritt
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Quelle
Name
  • Sielassiel Dämmerzorn - Gedanken und Gefühle
Autor
BILD
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  • Sie war auf dem Weg aus Wor‘gol heraus gewesen, um einfach in Ruhe nachdenken zu können, doch sie war dem Sonnenpriester und Nihaschir über den Weg gelaufen. Ausgerechnet den beiden. Sicher, beide bedeuteten ihr viel, eine Person davon sogar mehr als sie sollte, aber gegen Gefühle konnte man nichts tun. Als sie es bemerkt hatte, hatte sie versucht, dagegen anzukämpfen und es sogar zu verdrängen, doch es blieb zu ihrem Leidweisen nicht unbemerkt. Natürlich kam es zur Sprache und ausgerechnet der Person gegenüber, der Sielassiel es eigentlich verheimlichen wollte. Sie hatte keine andere Wahl gehabt, als es dann bei Gelegenheit zu zugeben. Doch es war offensichtlich gewesen, dass ihre Gefühle nicht erwidert wurden, vielmehr sie hatte es gewusst. Doch sie traute sich nicht, noch einen Schritt weiter zu gehen, wenigstens Versuche zu wagen.Sie hatte immer gedacht, dass sie für ihre wenigen Freunde hier ein offenes Buch war, doch das Gespräch am Vorabend hatte deutlich gezeigt, dass dem nicht so war. Sicher, sowohl der Priester als auch Nihaschir hatten sie gefragt, ob alles in Ordnung wäre. Doch Sielassiel war der Meinung gewesen, dass ihr plötzliches distanziertes Verhalten Bände sprach. Doch noch während der Unterhaltung hatte sie feststellen müssen, dass dem offensichtlich nicht so war. Das hatte sie wütend gemacht. Doch es war nicht nur die Wut, die in dem Moment in ihr die Oberhand gewonnen hatte. Nein, auch andere Gefühle wühlten in diesem Moment ihr Innerstes auf. Bevor sie etwas Falsches sagte oder tat, hatte sie die beiden einfach stehen lassen. Auf dem Weg Richtung Gasthaus hatte sie dann ihrer Wut und allen anderen Gefühlen kurzzeitig freien Lauf gelassen, indem sie zwei Feuerbälle in die Lagerfeuer rechts und links des Weges geschleudert hatte. Im Nachhinein war sie froh, dass sich dort zu dem Zeitpunkt keine Orks befunden hatten. Am liebsten wäre sie schon aus der Unterhaltung geflüchtet, doch mit Mühe und Not hatte sie es gerade noch so geschafft, würdevoll und im langsamen Tempo in Richtung des Gasthauses zu gehen. Erst kurz davor hatte sie ihre Kraft verlassen, und sie war die letzten Meter gerannt.In ihrer Wut hatte sie einen Entschluss gefasst und nur eine kleine Tasche mitgenommen, die noch nicht einmal das Nötigste enthielt. Dann hatte sie Wor‘gol in entgegengesetzter Richtung verlassen, nicht in die Richtung, in der die Speerspießerfeste lag. Sie wollte nur noch weg. Weg von Wor‘gol, weg von dem Sonnenpriester, weg von Nihaschir, weg von allem, weg von dem Verlassenen, der sie seit dem Abend seiner Ankunft und seines Angebots regelrecht zu verfolgen schien. Immer spürte sie seinen Blick auf sich. Das machte ihr Angst.Blind vor Schmerzen in ihrer Brust und blind vor Verzweiflung und Wut stolperte Sielassiel vorwärts. Sie achtete dabei nicht darauf, wohin sie lief oder wo sie überhaupt war. Erst als das Heulen der Garn an ihr Ohr drang, blieb sie stehen. Doch da war es schon zu spät. Sie hatten sie entdeckt und sahen in ihr nichts anderes als die nächste Beute. Sielassiel sah die Garn langsam auf sich zukommen. Sicher, sie hatte sich gewünscht zu sterben, damit ihr Leiden endlich ein Ende hätte, doch dabei hatte sie nicht an die Garn gedacht.Sie schloss kurz die Augen und versuchte, die aufsteigende Panik niederzukämpfen, während sie krampfhaft überlegte, was sie nun tun sollte. Doch ihr fiel nichts ein, und so ergab sie sich ihrem Schicksal. Wenn die Garn sie töteten, brauchte sie es wenigstens nicht selbst tun. Weglaufen konnte sie ohnehin nicht, denn ihre Beine wollten ihr nicht gehorchen. Das nutzten die Garn auch aus und kamen immer näher. Einer von ihnen sprang auf sie zu und bekam ihren linken Arm zu packen. Sielassiel schrie vor Schmerz auf, als sich die scharfen Zähne tief in ihren Arm bohrten, doch aus Reflex wirkte sie einen Feuerzauber. Der Garn wurde dadurch geblendet und ließ von ihr ab. Das sah Sielassiel als Chance an und begann, Feuerbälle vor die Garn zu werfen und eine Wand aus Flammen zu wirken, um sie auf Abstand zu halten. Sie wusste selbst, dass das nicht viel bringen würde, da die Garn viel zu intelligent waren, um auf diesen Trick hereinzufallen. So schloss sie endgültig mit ihrem Leben ab. Kategorie:Geschichten
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