| rdfs:comment
| - Geboren als dritter Sohn einer mittelmäßig wohlhabenden Familie, den Goldengroves, nicht ganz so groß gewachsen wie mein ältester Bruder und auch nicht so kühn wie mein anderer Bruder, zog ich den Wald hinter unserem Anwesen stets den Lektionen an der Waffe vor. Was sollte ich denn Eisen und Holz aufeinander schlagen, wenn man diese Elemente doch zu so viel faszinierenderen Dingen nutzen konnte?! Zunächst erntete ich damit mehr Zurechtweisungen meines Vaters als Lob. Doch als er mir eines Tages in den Wald nachschlich und meine kleine Kräutersammlung und meine Alchemie-Bücher entdeckte, zusammen mit einem sehr auf einen Topf brodelnde Flüssigkeit konzentrierten Shanglos, erkannte er, dass er seinen Sohn auch mit Prügeln und allen Verboten der Welt hätte abhalten können, seinen Interessen n
|
| abstract
| - Geboren als dritter Sohn einer mittelmäßig wohlhabenden Familie, den Goldengroves, nicht ganz so groß gewachsen wie mein ältester Bruder und auch nicht so kühn wie mein anderer Bruder, zog ich den Wald hinter unserem Anwesen stets den Lektionen an der Waffe vor. Was sollte ich denn Eisen und Holz aufeinander schlagen, wenn man diese Elemente doch zu so viel faszinierenderen Dingen nutzen konnte?! Zunächst erntete ich damit mehr Zurechtweisungen meines Vaters als Lob. Doch als er mir eines Tages in den Wald nachschlich und meine kleine Kräutersammlung und meine Alchemie-Bücher entdeckte, zusammen mit einem sehr auf einen Topf brodelnde Flüssigkeit konzentrierten Shanglos, erkannte er, dass er seinen Sohn auch mit Prügeln und allen Verboten der Welt hätte abhalten können, seinen Interessen nachzugehen. So verlagerte ich mein kleines Laboratorium bald in unser Haus und war in jeder freien Minute dort zu finden. Als dann jedes Buch über die Natur und ihre Geheimnisse gelesen und alle möglichen Kräuter in jeglichen Kombinationen aufgebraut waren, wurde mir klar, dass es für mich nur einen Lebensweg kam, der des Maesters. In der Citadelle avancierte ich mit meinem Vorwissen recht schnell, freundete mich mit den großen Meistern der Alchemie und Heilkunde an und genoss die Zeit, in der sie mir all ihre Kenntnisse beibrachten. Mit den Jahren zog ich auch einige jüngere Maester in ihrer Ausbildung an, die von mir lernen wollten. Naiv wie ich war, gab ich jede Information, die ich wusste weiter, in der Hoffnung, dass es zum Fortschritt führen würde. Hätte ich gewusst, dass der Lohn für diese Taten in einem hinterlistigen Schachzug liegen würde, wäre ich vielleicht heute immer noch in der Citadelle und könnte meinem Wissendrang Genüge tun. Vielleicht hätte ich ja auch Erzmaester werden können...hätte nicht diese kleine Ratte an Lehrling meine vorbereiteten Flaschen ausgetauscht, so dass ich den Lord von Oldtown zu seinem Geburtstag nicht mit einer großen Zaubervorführung sondern nur mit einer großen stinkenden Rauchwolke beglücken konnte. So wurde ich dann für eine Weile fortgeschickt. Wahrscheinlich demonstriert Xialos, dieser hinterhältige Kerl, gerade seine Interpretation einer großen Zaubervorführung vor den Erzmaestern und begeistert sie mit den Sachen, die ich ihm noch in gutem Glauben an ihn aufgeschrieben habe. Während er nun das Festmahl am Tisch meiner (ehemaligen?) guten Freude genießt, reite ich im strömenden Regen Richtung Norden, um dem Hause Ramston einen neuen Hausmaester zu geben. Hausmeister! Andererseits ist das eine einmalige Gelegenheit, fernab von den Augen anderer Maester meine Forschungen weiterzutreiben. So nutzt mich wenigstens niemand mehr aus. Vielleicht, wenn ich mich gut mit dem Herren stelle, erhalte ich ja auch einige Vergünstigungen und kann meinen Interessen in Ruhe nachgehen...
|