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  • 3.01 Die zwei Städte/Transkription
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  • Ein Auge mit blau-grauer Pupille erscheint auf dem Bildschirm. Eine Hand zieht aus einer Reihe von CDs in einem Regal eine heraus und legt sie in einen CD-Player. Als die ersten Takte von Petula Clarks Song „Downtown“ erklingen, sehen wir das Spiegelbild einer jungen Frau mit blonden langen Haaren. Sie betrachtet sich im Spiegel, versucht die Tränen von ihren verweinten Wangen zu wischen und sich zu sammeln, nickt im Takt des Songs mit dem Kopf. Doch wenn die Zeile „You can always go Downtown“ ertönt, fängt sie fast wieder zu weinen an. Reißt sich hastig zusammen, atmet tief ein, wirft ihrem Spiegelbild noch einen Blick zu und wendet sich ab.
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  • Ein Auge mit blau-grauer Pupille erscheint auf dem Bildschirm. Eine Hand zieht aus einer Reihe von CDs in einem Regal eine heraus und legt sie in einen CD-Player. Als die ersten Takte von Petula Clarks Song „Downtown“ erklingen, sehen wir das Spiegelbild einer jungen Frau mit blonden langen Haaren. Sie betrachtet sich im Spiegel, versucht die Tränen von ihren verweinten Wangen zu wischen und sich zu sammeln, nickt im Takt des Songs mit dem Kopf. Doch wenn die Zeile „You can always go Downtown“ ertönt, fängt sie fast wieder zu weinen an. Reißt sich hastig zusammen, atmet tief ein, wirft ihrem Spiegelbild noch einen Blick zu und wendet sich ab. Sie läuft durch ein Apartment, das modern und gemütlich eingerichtet aussieht, stellt noch mehr Stühle um den Wohnzimmertisch herum und ordnet die Kissen auf der Couch. Plötzlich klingt ein Alarm auf, der Rauchmelder. Sie läuft in die Küche und reißt den qualmenden Herd auf, schnappt sich einen Topflappen und zieht ein Blech mit leicht angeschwärzten Muffins heraus, verbrennt sich die zweite Hand und lässt vor Schreck das Blech fallen. Die Muffins rollen über den Küchenboden. Sie lässt sich auf den Boden fallen, schlägt die Hände vors Gesicht und fängt fast wieder an zu weinen. Da klingelt es an der Tür. Hastig wickelt sie ein Tuch um ihre verbrannte Hand und öffnet. Eine ältere Frau steht vor ihr, wirft augenblicklich einen besorgten Blick auf ihre verletzte Hand. Juliet: Ich habe mich verbrannt. Ich wollte Muffins backen. Von draußen klingen Klapper- und Baugeräusche zu ihnen und sie wenden beide die Köpfe dorthin, wo jemand, von dem wir nur die Beine sehen können, am Boden liegt und etwas am Haus repariert. Amelia: Funktioniert die Pumpe immer noch nicht? Arbeiter: [Immer noch nur die Beine zeigend] Hier wird schwer gearbeitet. Als nächstes sehen wir wieder das Wohnzimmer. Es ist etwas später und auf den vorher leeren Stühlen und der Couch sitzen nun eine Reihe von Leuten und unterhalten sich angeregt. Adam: Das ist ja nicht mal Literatur. Das ist Popcorn. Amelia: Und wieso nicht, Adam? Ich sterbe vor Neugier. Adam: Es hat keine Metaphorik. Das ist religiöser Unsinn in Reinstform. Science Fiction eben. Amelia: Keine Metaphorik? Adam: Jetzt weiß ich auch, warum Ben nicht hier ist. Juliet: Wie war das, bitte? Adam: Der Gastgeber sucht das Buch aus, ich weiß, Juliet. Aber mal ehrlich, so etwas würde er nicht mal auf dem Klo lesen. Juliet: [Etwas schnippisch] Hör zu, Adam, die Gastgeberin bin ich und ich habe dieses Buch ausgesucht, weil es zufälligerweise mein Lieblingsbuch ist und es gefällt mir außerordentlich gut, dass du damit nichts anfangen kannst. [Amelia schmunzelt ihr zu. Doch Adam ist entsetzt.] Entschuldige, dass ich so tief gesunken bin, dass ich etwas aussuche, was Ben nicht gefällt. Wie dumm von mir, immer noch zu glauben, dass der freie Wille existiert und dass du... Plötzlich fängt das Haus um sie herum an zu wackeln, fast als würde ein Erdbeben über sie hereinbrechen. Gläser, Teller und Tassen klappern, ein Hut fällt von der Wand, eine Lampe kippt um. Juliet: Stellt euch in die Türrahmen. In die Türrahmen. Sie alle springen auf, stellen sich unter die Türrahmen und warten, bis das Schütteln verebbt. Dann stürzten sie zur Tür und ins Freie hinaus. Dort laufen aus anderen Häusern ringsum ebenfalls die Bewohner zusammen. Es sieht aus wie eine kleine Siedlung mit niedlichen gelbgestrichenen Häusern. Der Mann, der an Juliets Haus gearbeitet hat, rappelt sich ebenfalls auf... es ist Ethan. Aus einem der anderen Häuser kommt der Mann, den wir alle als Henry Gale kennen. Er sieht völlig anders aus, trägt ein gestreiftes Hemd und Leinenhosen. Läuft wie all die anderen Einwohner suchend über den Rasen und sieht nach oben in die Luft hinauf. Dann plötzlich ertönt ein dröhnendes Summen. Ein Flugzeug taucht am fast blauen Himmel auf, zerbricht vor ihren erstaunten Augen in der Luft in zwei Teile und stürzt ab. Ein Bruchstück rechts, das andere links. Henry hält zum Schutz vor der Sonne seine Hand über die Augen. Überlegt einen Moment. Ehe er sich umwendet. Henry Gale: Goodwin! Da steht Goodwin vor einem der Häuser, kommt sofort angelaufen. Henry Gale: Hast du gesehen, wo das Heck gelandet ist? Goodwin: Ja, wahrscheinlich im Wasser. Henry Gale: Wenn du rennst, bist du in einer Stunde dort... Auch Ethan kommt herbei. Henry Gale: Ethan, mach dich auf dem Weg zum Wrack. Es könnte sein, dass es Überlebende gibt. Wenn ja, mischt euch unter sie, als Passagiere. Ihr steht unter Schock, denkt euch ne Geschichte aus, wenn sie fragen und wenn nicht, erzählt ihr nichts, ihr hört zu, lernt und lasst euch auf nichts ein. Ich will in drei Tagen Listen haben und jetzt geht! Goodwin und Ethan laufen los. Henry bemerkt Juliet, die ganz in der Nähe steht, die Arme vor einem Steven King Buch vor der Brust verschränkt. Er geht zu ihr, sieht auf das Buch hinunter, dann sie an. Henry Gale: Aus dem Buchclub bin ich wohl draußen.. Sie sieht nicht sonderlich begeistert aus, fast besorgt statt dessen. Die Kamera weicht zurück, gibt mehr und mehr den Blick auf die kleine Siedlung frei. Zu sehen sind viele kleine gelbe Häuser, dazwischen Bäume, Rasen, sogar ein Pavillon, alles hübsch eingebettet zwischen hohen grünen Bergen wie in einem Kratertal. Mitten auf der Insel.
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